Bundesarbeitskreis „Marxistisches Netzwerk“ in der Linksjugend ['solid] kämpft weiter für antistalinistische Grundsätze in der Linksjugend ['solid]
Die Strömung „Marxistisches Netzwerk“ in der Linksjugend ['solid] begrüßt die öffentliche, partei- und verbandsinterne Debatte über neostalinistische Akteur:innen in der Linksjugend ['solid].
Laut Beschlusslage und Grundsätzen steht die Linksjugend ['solid] für einen emanzipatorischen, freiheitlichen und demokratischen Sozialismus. Dennoch konnten in den vergangenen Jahren neostalinistische Strömungen und Personen Fuß im Verband fassen, dominieren mehrere Landesverbände und haben auch auf Bundesebene großen Einfluss. Wir als Marxistisches Netzwerk haben diese Tendenz schon lange kritisiert und begrüßen, dass nun auch der Bundessprecher:innenrat als Reaktion auf die Recherche des Bayerischen Rundfunks hier auf die klare Beschlusslage verweist. „Eine bloße Distanzierung reicht aber nicht: Es ist notwendig, dass die Kooperation mit innerverbandlichen Akteur:innen, die unkritisch an den Stalinismus anknüpfen, auch in der Praxis aufgekündigt wird.“, sagt Simon Zwintzscher, Mitglied des Marxistischen Netzwerks und Jugendpolitischer Sprecher der Linksjugend ['solid] Sachsen im Landesvorstand von Die Linke Sachsen.
„Die Auflösung des Bundesarbeitskreises Agitprop ist ein Erfolg der Menschen, die seit Monaten Kritik an dessen inakzeptablen Positionen äußern. Mit der Auflösung ist es aber nicht getan: Es braucht eine Aufarbeitung dessen, dass insbesondere der innerverbandlich tonangebende BAK Klassenkampf sich nie von den Inhalten des BAK Agitprop distanziert hat und sogar ein Führungsmitglied des BAK Agitprop in seine Leitung gewählt hat“, ergänzt Yarik Löffler, Mitglied des Marxistischen Netzwerks und Landessprecher:in der Linksjugend ['solid] NRW.
„Neben politischer Bildung, die jungen Menschen eine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte diktatorischer Formen des Sozialismus ermöglicht, braucht es auch eine Stärkung feministischer Arbeit im Verband. Die im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagte Aktionswoche gegen Femizide hat gezeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die das innerverbandliche Klima für Frauen und queere Menschen verbessern. Auch beim Thema Antisemitismus gibt es Defizite. Es fehlt an einer flächendeckenden Grundlagenbildung. Vielen Mitgliedern fehlt deshalb das nötige Wissen, um antisemitische Ideologien und Äußerungen kritisch einzuordnen. Hier muss der Bundessprecher:innenrat aktiv werden“, ergänzt Malu Uhlig, Mitglied des Marxistischen Netzwerks und Landessprecher:in der Linksjugend ['solid] Thüringen.
„Trotz aller berechtigten Kritik darf aber nicht untergehen, dass die Linksjugend ['solid] weiterhin einen Ort für linke Politik darstellt: Viele Menschen setzen sich tagtäglich für einen Wandel im Verband ein und dafür, gemeinsam Handlungsfähigkeit im Kampf gegen den Rechtsruck, gegen die Sozialkürzungen der Regierung und für einen demokratischen Sozialismus zu gewinnen. Jetzt gilt es, diese Kräfte zu unterstützen. Wir rufen alle Menschen im Alter von unter 35 Jahren, die für eine starke, pluralistische und demokratische sozialistische Bewegung einstehen, auf, sich in der Linksjugend ['solid] gemeinsam mit uns zu organisieren und linksautoritären Kräften diesen unglaublich wichtigen Politisierungs- und Bildungsort nicht zu überlassen“, ergänzt abschließend Merle Jöns, Mitglied des Marxistischen Netzwerks und Landessprecherin der Linksjugend ['solid] Schleswig-Holstein.
Eine Pressemitteilung des Marxistischen Netzwerks in der linksjugend [‘solid] bezüglich der Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks